Mandanteninformation – Corona-Hilfe V

Sehr geehrte Mandanten,

wie ich Ihnen bereits mit meiner Mandanten-Information vom 16. April 2020 zur Corona-Hilfe IV mitgeteilt habe, können Arbeitgeber allen ihren Beschäftigten (also nicht nur Pflegekräften und Kassiererinnen) Beihilfen und Unterstützungen bis max. 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren.

Noch nicht abschließend geklärt war hierbei, ob die Beihilfen und Unterstützungen auch an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer (Beteiligungsquote 50 % und mehr) ausbezahlt werden können.

Hierzu habe ich gestern von der Oberfinanzdirektion Karlsruhe – Abteilung Einkommensteuer und Lohnsteuer – die Information erhalten, dass die Beihilfe auch an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer mit einer Beteilung von 50 % und mehr, ausbezahlt werden kann.

Bei dieser Personengruppe muss allerdings darauf geachtet werden, dass es durch die Beihilfe und Unterstützung nicht zu einer Überversorgung kommt und für die Gewährung der Beihilfe eine schriftliche Vereinbarung vorliegt. Die Erfüllung beider Voraussetzungen sollte kein Problem darstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Th. Wick

Mandanteninformation – Corona-Hilfe IV

Sehr geehrte Mandanten,

aus aktuellem Anlass möchten wir Sie an dieser Stelle auf eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Finanzen hinweisen und dazu folgendes erklärend ausführen:

Arbeitgeber können allen ihren Beschäftigten (also nicht nur Pflegekräften und Kassiererinnen) Beihilfen und Unterstützungen bis max. 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Diese Bonuszahlungen (Beihilfen und Unterstützungen) in Geld oder Sachleistung sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Somit kann der Bonus auch Mini-Jobbern gewährt werden ohne den Mini-Job-Status zu verlieren.

Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Andere Steuerbefreiungen bleiben hiervon unberührt, d. h. der Bonus kann zusätzlich gewährt werden.

Voraussetzungen sind, dass die Beihilfen und Unterstützungen

  1. zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Vertraglich vereinbartes Urlaubs- oder Weihnachtsgeld kann daher nicht als Corona-Bonus steuerfrei gezahlt und auch während der Corona-Krise abgeleistete Überstunden können nicht mit der Bonuszahlung abgegolten werden.
  2. über die Gehaltsabrechnung abgerechnet und ausbezahlt werden.

Nach aktuellem Stand kann die Beihilfe nicht an beherrschende (Beteiligung 50 % und mehr) Gesellschafter-Geschäftsführer ausbezahlt werden. Hier kann sich aber eventuell noch etwas ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Th. Wick

Mandanteninformation – Corona-Hilfen IV

Sehr geehrte Mandanten,

mussten Sie Ihr Geschäft bereits aufgrund der Coronakrise schließen oder Umsatzeinbußen hinnehmen besteht, um die Liquiditätssituation zu verbessern „ausnahmsweise“ die Möglichkeit bei Ihrem zuständigen Finanzamt einen Antrag zu stellen, dass die zum 10. April 2020 fällige Umsatzsteuervorauszahlung bzw. die Lohnsteuerzahlung für den Monat März, erst am 11. Mai 2020 an das Finanzamt zu übermitteln und die Zahlung damit auch erst später zu leisten ist. Dies ergibt sich aus einer bundeseinheitlichen Verfügung der Finanzbehörden. Auch für die Folgemonate ist eine Folgeregelung im Gespräch, momentan aber noch nicht veröffentlicht.

Sofern wir für Sie entsprechende Anträge beim für Sie zuständigen Finanzamt für eine Verschiebung der Vorausauszahlungen um einen Monat auf den 11. Mai 2020 beantragen sollen, bitte ich Sie uns hierzu eine kurze E-Mail über die Beauftragung zuzusenden. Diese Anträge werden wie bisher nach der Steuerberatervergütungsverordnung berechnet werden.

Des Weiteren möchten wir Sie darüber informieren, dass die Bundesregierung ein Notfallpaket für Soloselbständige (Einzelunternehmer) und Kleinstunternehmer plant und Anfang kommender Woche vorstellen wird. Hiernach ist „im Gespräch“, dass der betroffene Personenkreis Betriebsmittelhilfen (nicht rückzahlbare Zuschüsse und keine Darlehen) beantragen kann. Die Hilfen können je nach Anzahl der Mitarbeiter zwischen 9.000 € und 15.000 € liegen. Um die Hilfen möglichst unbürokratisch an die Unternehmer und Selbständigen zu bringen, soll es zunächst keine Bedürftigkeitsprüfung geben und erst im Nachhinein kontrolliert werden, ob die Hilfen infolge des Coronavirus wirklich benötigt wurden. Sobald uns hierzu neuere Informationen vorliegen, werden wir Sie zeitnah darüber informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Th. Wick

Mandanteninformation – Corona-Hilfen III

Sehr geehrte Mandanten,

die Landesregierung Baden-Württemberg hat wie angekündigt Ihre Hilfsmaßnahmen für Unternehmen in der Corona-Krise erweitert.

Über die L-Bank bzw. die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg stehen zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen für Unternehmen sowohl der gewerblichen Wirtschaft als auch der freien Berufe weitere Mittel und Förderprogramme zur Verfügung. Die Förderinstitute arbeiten die durch die Coronakrise bedingten Anträge bevorzugt ab.

Folgendes Unterstützungsprogramm ist für die kurzfristige Überbrückung von Liquiditätsengpässen besonders geeignet:

Liquiditätskredit

  • Betriebsmittelfinanzierungen, Konsolidierungen und Betriebsübernahmen.
  • Für Freiberufler und gewerbliche Unternehmen (bis max. 500 Mitarbeiter).
  • Kredithöhe: 10.000 € bis 5 Mio. €
  • Laufzeit: 4, 5, 6, 8 oder 10 Jahre. Tilgungsfrei 0 bis 2 Jahre oder 4 Jahre.
  • Sondertilgungen jederzeit möglich.

Die Antragstellung erfolgt hier auch wieder über Ihre Hausbank. Sollten Sie jedoch unsere Unterstützung benötigen oder wünschen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte melden Sie sich auf Grund der bereits jetzt großen Nachfrage zeitnah, damit wir entsprechende Zeitfenster für Besprechungen/Beratung einplanen können.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Th. Wick

 

Mandanteninformation – Corona-Hilfen II

Sehr geehrte Mandanten,

wie bereits angekündigt und von vielen „sehnsüchtig“ erwartet hat die Bundesregierung über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) das beschlossene Maßnahmenpaket veröffentlicht, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse, sondern um Darlehen mit Rückzahlung handelt. Für die Antragsstellung der nachfolgenden Produkte ist Ihre Hausbank bzw. Finanzierungspartner zuständig. Aktuell gibt es auf Bundesebene folgende drei Hilfsprogramme:

  1. Das KfW-Sonderprogramm
    Die KfW wird für kleine und mittlere sowie bzw. für große Unternehmen je ein Sonderprogramm vorbereiten und schnellstmöglich einführen.Dafür werden die Risikoübernahmen bei Investitionsmitteln (Haftungsfreistellungen) deutlich verbessert und betragen bei Betriebsmitteln bis zu 80 %, bei Investitionen sogar bis zu 90 %.Diese sollen auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten (krisenadäquate Erhöhung der Risikotoleranz) geraten sind. Die Beantragung läuft in Baden-Württemberg über die Hausbank und die L-Bank.
  1. Programme für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
    a) KfW-Unternehmerkredit: Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für die durchleitenden Finanzierungspartner (Beantragung in der Regel über die Hausbanken) von bis zu 80 % für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR Kreditvolumen. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern.
    b) KfW-Kredit für Wachstum: Temporäre Erweiterung auf allgemeine Unternehmensfinanzierung inkl. Betriebsmittel (bisher Beschränkung auf Investitionen und Digitalisierung).
  2. Ein Programm für Unternehmen, die nicht länger als 5 Jahre am Markt sind.
    ERP-Gründerkredit – Universell: Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80 % für die durchleitenden Finanzierungspartner (Beantragung in der Regel über die Hausbanken) für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern. Nähere Informationen wie genaue Zinssätze und Rückzahlungsmodalitäten kann Ihnen Ihre Hausbank mitteilen.

Zusätzlich ist auf Landesebene in Baden-Württemberg ein Programm zur kurzfristigen Unterstützung von vor allem „den kleinen und Kleinstunternehmen, aber auch den Selbständigen“ in Vorbereitung. Sobald hierzu nähere Information vorliegen, werden wir Sie darüber wieder informieren.

Des Weiteren möchte ich alle Selbständigen auf eine Unterstützungsmöglichkeit durch das Jobcenter/Arbeitsamt hinweisen. Für alle Selbständigen gibt es nämlich die Möglichkeit der Beantragung einer Grundsicherung die dem Arbeitslosengeld entspricht, damit diese Berufsgruppe nicht völlig mittellos wird. Scheuen Sie sich deshalb nicht falls die Notwendigkeit besteht sich hierzu an Ihr zuständiges Arbeitsamt/Jobcenter zu wenden.

Die Antragsstellung kann durch Sie erfolgen. Sollten Sie jedoch unsere Unterstützung benötigen oder wünschen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte melden Sie sich auf Grund der bereits jetzt großen Nachfrage zeitnah, damit wir entsprechende Zeitfenster für Besprechungen/Beratung einplanen können.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Th. Wick